Rotwein

Rotwein ist das älteste fermentierte Getränk der Welt. Vermutlich wurde der erste Rotwein vor mehr als achttausend Jahren Nahe Damaskus hergestellt. In der Antike wurde der Wein aus roten Trauben in großen Mengen konsumiert. Außerdem wurden ihm heilende Kräfte zugesprochen. Der „Vater der Medizin“, Hippokrates, verordnete ihn unter anderem bei Störungen des Herz-Kreislauf-Systems. 

In den folgenden Jahrhunderten manifestierte sich der Ruf des Rotweins als besonderes Genussmittel für Körper und Geist und wurde von vielen Schriftstellern und Künstlern als Nahrung für kreatives Gedankengut gepriesen. Noch immer hebt er sich durch seine Komplexität und Tiefe von Weiß- und Roséweinen ab. Ein Rotwein kann vielfältige Aromen entwickeln, zum Beispiel Vanille-, Tabak- oder Kakaonoten, Beeren-, Kirsch- und Pflaumenaromen, holzige Noten oder Anklänge von Gewürzen wie Zimt, Nelken oder Muskat. 

Neben seinem Geschmack und der Art der verwendeten Trauben unterscheiden sich Rotweine auch im Herstellungsprozess von Weiß- oder Roséwein. Zusätzlich zum farblosen Traubensaft werden auch farbgebende Komponenten wie die Schale der Beeren, die Kerne oder das Stielgerüst in den Gärungsprozess mit einbezogen. Die idealen Bedingungen für den Anbau der meisten Rotweintrauben bietet das trockene mediterrane Klima, weshalb die bekanntesten Rotweine aus Italien und Spanien stammen. Welches Land allerdings DAS Rotweinland schlechthin ist, lässt sich schwer festlegen. Sehr gute und vielschichtige Rotweine kommen heute aus dem Mittelmeerraum – allen voran Spanien, Italien und Frankreich – sowie aus Chile, Australien, Argentinien und Südafrika.

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